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DANKBAR FÜR DIE GELEGENHEIT

 

Es ging einmal eine Frau zum Buddha und sagte: "Ich will Glücklich sein".
Der Buddha antwortete: "Entfernen Sie zuerst das ‚Ich‘ - das ist ein Ego.
Dann entfernen Sie das 'will' - das ist ein Wunsch.
Sehen Sie, jetzt haben sie nur noch „Glücklich sein“ übrig.

Ich muss feststellen, dass es wirklich so einfach sein kann ... und in diesem Newsletter, werde ich meine laufende Reise und meine fünf Erkenntnisse mit Ihnen teilen. Auch ein Zitat von Mutter Teresa und eine sehr inspirierende Kindergeschichte, von einem engen Freund. 

 

1. Durch meine vier Kinder, habe ich immer geglaubt, dass es nicht das ist, was wir für unsere Kinder tun, aber das, was wir ihnen beibringen, für sich selbst zu tun, was sie zu erfolgreich Menschen macht. Jetzt habe ich auch festgestellt, dass, wenn wir Kinder haben, die Liebe die wir für die Kinder empfinden, anders ist als jegliches andere Gefühl auf der Welt. Und sofern wir keine Kinder haben, wissen wir nicht, wie sich das Gefühl anfühlt. Aber während Kinder aufwachsen und anfangen Teenager zu werden, landen wir manchmal an Kreuzungen. Es ist dann, dass wir erkennen, wie sehr wir sie bedingungslos lieben oder einfach nur lieben, um zu unserem eigenen Bild zu passen. Lieben wir nur die Reflexion von uns selbst, die wir in ihnen sehen, oder sind wir in der Lage, bedingungslos zu akzeptieren, wie sie sind, auch wenn sie ganz anders sind, als wir es uns vorgestellt haben?

In meinem Fall, völlig einfühlsam zu sein und das Verständnis, benötigt eine Menge Arbeit: an mir selbst zu arbeiten. Mich ändern, so wie ich Dinge sehe und aufnehme, war am Anfang überhaupt nicht einfach. Aber mit viel Zeit und Übung, scheint es immer besser zu werden. Es ist sehr interessant zu sehen, wie viel Liebe und Güte es geben kann, wenn die Dinge scheinbar schief zu gehen scheinen.

Es ist Arbeit, aber ich bin nicht gestresst. Ich bin mir bewusst, dass Stress nichts anderes ist, als die Kluft zwischen Erwartung und Realität. Je größer der Abstand, desto größer ist die Belastung. Ich fange langsam an zu lernen, vieles zu akzeptieren und nur wenig oder nichts zu erwarten, und als Ergebnis bin ich täglich glücklicher und meine Kinder auch. Die Liebe zwischen uns ist gewachsen und es existiert viel mehr Mitgefühl, Geduld und Freundlichkeit. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, auf dieser schönen Reise sein zu dürfen.

 

Wie der berühmte Sufi-Dichter Rumi sagte:

"Gestern war ich klug, und wollte die Welt verändern. Heute bin ich klüger und ich möchte mich selbst ändern. "

 

In Indien sagt man: "Du fängst wirklich an zu lernen, sobald Du Kinder hast." Ich habe viel von meinen Kindern gelernt. Heute werde ich eine dieser Lektionen mit Ihnen teilen. Vor etwa acht Jahren, war ich mit meinem ältesten Sohn Virat in Indien und wir waren auf einem Gemüsemarkt einkaufen. Er war damals ungefähr 9 Jahre alt und kann sich wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern, aber ich mich. Ich habe gerade mit einer Gemüsehändlerin am Straßenrand des Marktes verhandelt und ihr einjähriger Sohn hat hinter ihrem Stand im Matsch gespielt. Plötzlich klopfte mir mein Sohn von hinten auf die Schultern und sagte: "Papa, sie braucht das Geld mehr als Du, bitte verhandle nicht mit ihr." Ich gab ihr das Geld. Aber diese Worte klingeln weiterhin in meinen Ohren, selbst noch heute, wenn ich Entscheidungen darüber treffe, Gelder für Projekte in Afrika oder Indien zu spenden. Heute passen meine persönlichen Sachen, abgesehen von meinen Büchern, wahrscheinlich alle in einen Koffer. Danke Virat!

 

2. Während ich weiter auf meiner Reise zu mir selbst finde und mich ändere und langsam aber sicher an meinem Ego arbeite, stelle ich fest, dass ich immer das bekomme, was ich brauche - nicht unbedingt das, was ich will. Den Versuch alles kontrollieren zu wollen, kann ich aufgeben. Ich lerne, alles etwas langsamer anzugehen und das folgendes besser ist: STEHENBLEIBEN, SCHAUEN & GEHEN - genau wie bei einem Zebrastreifen. Also versuche ich STEHENZUBLEBEN, ruhiger zu werden, nachzudenken, und dann ZU ZUSCHAUEN, indem ich bewusst alle meine Sinne öffne und jedes Mal ein offenes Herz und einen offenen Verstand habe, bevor ich GEHE.

 

Hier ist etwas, was ich sehr inspirierend finde, was mir hilft, meine Reise fortzusetzen: "Menschen sind oft unvernünftig und egozentrisch. Vergeben Sie ihnen trotzdem. Wenn Sie freundlich sind, können ihnen Menschen, manchmal falsche Hintergedanken vorwerfen. Seien Sie trotzdem freundlich. Wenn Sie zufrieden sind, können Menschen eifersüchtig sein. Seien Sie trotzdem glücklich. Das Gute was Sie heute tun, ist vielleicht morgen bereits vergessen. Tuen Sie trotzdem Gutes. Geben Sie der Welt das Beste was Sie haben, und es kann wahrscheinlich nie genug sein. Geben Sie trotzdem Ihr Bestes. Am Ende ist es etwas zwischen ihnen und Gott und war nie etwas zwischen ihnen und den Menschen. "

Mutter Teresa von Kalkutta.

 

3. Ich erkennen, dass es die Schwierigkeiten und die Fehler sind, die mir immer die Möglichkeit geben zu lernen und zu wachsen. Schwierigkeiten sind jetzt Chancen für mich zu wachsen, daraus zu lernen und um mich zu steigern. Also wenn ich jetzt eine Schwierigkeit sehe oder eine Niederlage erlebe, dann sage ich ab jetzt: "Hurra! Was für eine Gelegenheit zu wachsen. "

 

4. Sehr oft, wenn ich über die Aufgabe des Egos spreche oder Dankbarkeit oder Mitgefühl übe, bekomme ich die Frage bezüglich meiner Religion. Ich wurde als Hindu geboren, aber ich folge keiner besonderen Religion, außer Menschlichkeit. Von daher ist meine Antwort immer: Es geht nicht um die Religion. Religion ist nichts weiter als ein Mittel.

Buddha war kein Buddhist,

Jesus war kein Christ,

Mohammad war kein Moslem,

sie waren Lehrer, die LIEBE und FREUNDLICHKEIT gelehrt haben. LIEBE & FREUNDLICHKEIT waren ihre Religion, so unabhängig von Religionen können wir unsere Menschlichkeit, Mitgefühl, Freundlichkeit, Dankbarkeit und Liebe immer ausüben.

 

Das erinnert mich an eine Geschichte, die ein enger Freund mit kleineren Kindern, gleich alt wie meine, mir erzählt hat. Eine Geschichte, die er seinen Kindern in Neuseeland vorgelesen hat. "Der Seestern und das kleine Mädchen". Ein kleines Mädchen und ihre Eltern gingen am Strand entlang, als sie plötzlich eine große Anzahl von Seesternen am Strand entdecken, die dort gestrandet waren - immer noch am Leben, aber langsam am sterben waren. Das kleine Mädchen fing plötzlich an, ein Seestern nach dem anderen aufzuheben und ins Meer zu werfen. Die Eltern erklärten ihr, dass es zu viele seien, und sie nicht in der Lage sein wird, alle retten zu können. Darauf antwortete das kleine Mädchen: "Ich werde sie nicht alle retten, aber diesen will ich retten", als sie ihn ins Meer warf, "und diesen, und diesen, und diesen ..." Und so tat sie es, einem Seestern nach dem anderen rettete sie das Leben, obwohl sie nicht alle retten konnte.

 

5. Jetzt verstehe ich, dass es unser Ego ist, der versucht uns dazu zubringen, die ganze Welt verändern zu wollen. Aber wir vergessen, dass, wenn wir uns selbst ändern, welche Veränderung wir für eine Personen ausmachen können, nur weil wir freundlicher, einfühlsamer, mitfühlender oder liebevoller sind. Das kann eine Menge bedeuten. Für die Welt sind wir nur irgendeine Personen, aber für irgendjemand können wir die ganze Welt bedeuten.

Irgendwie etwas was ich von Virat gelernt habe. Er wusste es ohne zu lernen, denn Kinder sind mitfühlend und freundlich und liebevoll. Wir sind das alle, bis wir anfangen erwachsen zu werden und all diese Dinge lernen, die nicht in unserer zweiten Natur sind. Vielleicht sind wir Erwachsenen diejenigen die verlernen müssen was wir gelernt haben und einfach wieder anfangen von unseren Kindern zu lernen, so dass auch wir jederzeit freundlich und liebevoll gegenüber anderen sein können. Es gibt in jedem Moment, an jedem Tag, Möglichkeiten, und ich bin dankbar und glücklich für diese. :-)

 

Sanjiv Suri
sanjiv,zatisigroup,cz
Juni 2014