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Reich oder arm - EIN LEBEN MACHEN ODER NUR DIE LEBENSWEISE?


Vor ein paar Jahren, haben mir meine jüngsten Kinder Jasmine (damals 6) und Shaan (damals 8) eine einfache Frage gestellt: Wie reich sind wir?


Diese Frage hat mich für einige Zeit zum Nachdenken gebracht. Ich bin in mich gegangen und kämpfte mit einer Antwort und stieß auf einige Fakten:


1. Mehr als 9 Millionen Kinder sterben weiterhin jedes Jahr an vermeidbaren Ursachen und Krankheiten.
2. Mehr als eine Milliarde Menschen leben von weniger als $ 1 pro Tag.
3. Fast 3,5 Milliarden Menschen (die Hälfte der Weltbevölkerung) leben von weniger als  $ 2 pro Tag.
4. Das reichste Land der Welt hat nur 4% der Weltbevölkerung, aber verbraucht mehr als 25% der Ressourcen der Welt und verursacht fast 30% der weltweiten Umweltverschmutzung.
5. In diesem Land besitzt 1% der Bevölkerung mehr als 40% des Reichtums und die oberen 20% wahrscheinlich mehr als 0%, so dass die unteren 80% mit weniger als 10% übrig bleiben.
6. Wir versuchen systematisch die Systeme des Landes mit Hilfe der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, auf den Rest der Welt zu replizieren.

 

Alle meine genannten Zahlen sind möglicherweise nicht 100% korrekt, aber vielleicht gibt es einen ROSA ELEFANT im Raum, über den niemanden sprechen möchte. Ich bin nicht davon überzeugt, dass diese Art von Konsum oder Reichtum und Ressourcen Vertrieb nachhaltig für unsere Kinder und ungeborene Generationen ist.
Dann teilte ich mit ihnen das, wo ich dachte, das es die richtige Antwort ist:


"WIR SIND REICH WENN WIR NICHT VIEL BRAUCHEN UND ARM WENN WIR VIEL BRAUCHEN".

 

Ursprünglich aus Indien kommend, welches ein Entwicklungsland mit viel Armut ist, hatte das Glück, wahre Armut aus der Nähe zu sehen, aber Menschen, die glücklich waren und mit großzügigen Herzen und meiner Meinung nach jetzt – reich sind. Ich habe auch das Glück, viele Menschen zu kennen, die praktisch alles besitzen, was man möglicherweise besitzen kann, die aber unfähig sind sich von etwas zu lösen und ständig darum kämpfen mehr zu besitzen – nach meiner jetzigen Meinung, ziemlich arm.

 

Im geschäftlichen haben wir die 80:20 Regel gelernt und was wir nicht messen können, existiert nicht. Aber im 21. Jahrhundert müssen wir wohl das GDP Modell, als einzigen Maßstab für die Entwicklung, nochmals überdenken. Dieses Modell, scheint meiner Meinung nach, ziemlich bedeutend gebrochen zu sein. Organisationen wie das OECD, fangen nun an sich Maßnahmen wie GNH -Gross National Happiness (Bruttosozialglück) anzuschauen, und wir haben einige sehr wettbewerbsfähigen Länder aus Skandinavien oder Kanada oder Neuseeland etc., die gute Beispiele von Ländern geben, die ganz oben auf den Listen der neuen Maßnahmen platziert sind.

 

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Und das, empfinde ich, kann ein nachhaltiger Weg in die Zukunft für unsere Kinder sein.  

Auch ich war vor ein paar Jahren sehr arm und war auf dem Laufband, ein Leben aufzubauen. Ich hatte keine Zeit aufzuhören oder einen Schritt zurück zugehen und mir auf einer Leinwand mein Leben anzuschauen, oder den Grund oder den Zweck meiner Existenz zu ergründen.

Und dann plötzlich eines Tages, aus gesundheitlichen Gründen, kam mein Leben in mitten des Jahres 2012 zum Stillstand. Ich bewegte mich schnell und bei Bedarf 24/7 mit TO DO Listen, bis ich eines Tages feststellte,  wenn MACHEN so wichtig ist, dann wäre ich ein Machender Mensch und kein Menschwesen.

 

Daher bin ich ein Schritt aus meinem Berufsleben und Leben zurückgetreten. Ich wurde ruhiger und begann zu meditieren und aufmerksamer zu sein und nur in der Gegenwart zu bleiben - ich verbrachte einige Zeit mit mir selbst im Nichts beim nichts tun - und es ist die beste Zeit, die ich auf dem Gesicht dieses Planeten verbracht habe. Es geht um die Verbindung mit mir selbst. Es geht darum, nach Hause zu kommen.

 

Heute habe ich seit zweieinhalb Jahren keinen Fernseher zu Hause und ich bekomme keine Zeitung. Es mag eine extreme Reaktion sein, aber ich bin ein sehr glücklicher Mensch, weil die Welt in der wir leben ist schön und überhaupt nicht so schlimm und beängstigend, wie wir durch unserer Medien glauben sollen.

Plötzlich, nach dem ich zurückgetreten bin, habe ich festgestellt, dass nicht alles, was zählt, gezählt werden kann, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt.  Ich habe erkannt, dass es dieses immaterielle ist, welches die Qualität meines Lebens ausmacht.  

Vor vielen Jahren sagte Shakespeare: "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass meine Augen etwas vernebelt waren. Meine Augen sahen die Schönheit, mit der wir umgeben sind, nicht mehr. Von da an bin ich etwas unruhiger geworden und habe mir aufmerksam die Frage gestellt:
"Wie fühle ich mich, wie ich heute meine Zeit verbracht habe?"- jeden Tag. Das Leben ist schön. Und ich habe endlich damit begonnen "LEBE EIN LEBEN, ANSTATT NUR EIN LEBEN ZU MACHEN“.

 

Für mich ist es ein perfekter Tag, wenn ich jemanden helfen konnte, bei dem ich weiß, dass er es mir nie zurückgeben kann - weil ich mich jetzt versuche auf die Aktionen zu konzentrieren, unabhängig vom Ergebnis. Ich bin sehr glücklich und sehr dankbar für alles, was das Universum für mich getan hat, und ich bin mir bewusst, dass es noch ungeborenen Generationen gibt, deren Leben durch unsere heutigen Aktionen verschoben und geformt werden können. Ich denke, es ist eine schöne Möglichkeit, in jeden Morgen und jeden Tag hinein zu leben.


"DAS LEBEN GEHT NICHT DARUM WIEVIELE ATEMZÜGE WIR NEHMEN, SONDERN ÜBER DIE MOMENTE DIE UNS DEN ATMEN RAUBEN."

Ich empfand diese 104 minütige Video "Das Ende der Armut" sehr aufschlussreich und erleuchtend: www.zatisigroup.cz/eop. Viel Spass beim Anschauen und lassen Sie mich wissen, was Sie darüber denken.

Sanjiv Suri

sanjiv,zatisigroup,cz