foto foto

Wir unterstützen

 

0

0

0

0

 

Mit seinen karitativen und philanthropischen Projekten verteilt Zátiší Group Glück in der ganzen Welt und auch in der Tschechischen Republik

Die Gesellschaft Zátiší Group hat sich verpflichtet, bis zu 50% des Gewinns karitativen und philanthropischen Projekten zu widmen und neuerdings auch sozialen Unternehmen.

Das Spektrum der Gesellschaft ist breit – angefangen von finanziellen Hilfen, über Beteiligungen an Projekten im Kongo und in Kambodscha und Hilfe für Kinder in Indien und Bhutan bis hin zum Modell für soziale Unternehmungen in Ruanda. Zátiší Group beschloss die Gesellschaft, Zeit und Gelder auch für den Kampf gegen Korruption in der Tschechischen Republik einzusetzen.

 

Sanjiv, es ist bekannt, dass sich Zátiší Group neben der Gastronomie auch sehr aktiv mit karitativen Aktivitäten beschäftigt. Welche Projekte werden von euch gerade in der Tschechischen Republik unterstützt?

In diesem Jahr möchten wir uns an philanthropischen Projekten mit einem Betrag in Höhe von 7 Mio. Kronen beteiligen. Im vergangenen Jahr haben wir karitativen Projekten mehr als 6 Mio. Kronen gespendet und 2010 waren es mehr als 5 Mio. Kronen. Der eigentliche Kern der Existenz von Zátiší Group ist es, Glück an allen Fronten zu verteilen – bei unseren Gästen mit unserem „wow“ Service, bei unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern und allen Menschen, die im Leben nicht so viel Glück haben wie wir.

Im vergangenen Jahr haben wir dem „Kinder-Krisen-Zentrum“ 0,5 Mio. Kronen gespendet, in diesem Jahr unterstützen wir dieses Zentrum mit einem ähnlichen Betrag noch einmal. Mit dem Direktor und Gründer der humanitären Organisation „Mensch in Not“, Šimon Pánek, arbeiten wir an der Unterstützung bei der Ausstattung des neuen Multifunktions-Zentrums Langhans in Prag. Das ist ein Ort für junge Menschen, Diskussionen, Unterricht und Inspiration. Die Spende wird sich auf 0,5 Mio. Kronen belaufen. Weiterhin haben wir in diesem Jahr 0,5 Mio. Kronen für eines der aktuell laufenden lokalen Projekte bei „Mensch in Not“ gespendet.

0 In Kambodscha in einem der 42 Gesundheitszentren mit der Tochter Jacqueline.

Zátiší hilft insbesondere außerhalb der Tschechischen Republik. Wo konkret?

Da das Volumen der uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sehr beschränkt ist, nutzen wir den Effekt, dass der faktische Wert derselben Geldmenge in den Entwicklungsländern das 10- bis 20fache darstellt. Wir beteiligen uns an einer Reihe von Aktivitäten in der ganzen Welt. Durch „Mensch in Not“ spenden wir 2012 umgerechnet 750 000 Kronen für eine neue Schule im Kongo. 2011 haben wir bereits eine Schule am selben Ort mit demselben Betrag errichtet und 2010 haben wir insgesamt 1,4 Mio. Kronen an Gesundheitsprojekte in Kambodscha überwiesen (50 % davon haben Gäste auf der Feier meines 50. Geburtstags gespendet). Auf diese Weise können jedes Jahr 42 medizinische Einrichtungen bis zu 500 Neugeborenen das Leben retten. 2010 haben wir mit unseren zwei älteren Kindern Virat (heute 15) und Jacqueline (im September 13) eine Woche in Kambodscha, mit Besuchen in den erwähnten Gesundheitseinrichtungen, verbracht. Dieses Jahr im Juli wollen wir einige Projekte in Äthiopien besuchen, die sich den Bau von Schulen zur Aufgabe gemacht haben. Seit ihrem 8. Lebensjahr läuft Jacqueline, zusammen mit weiteren Schul-Sponsoren in Äthiopien, regelmäßig den zehn Kilometer langen Marathon für Kinder. Sie war schon viermal dabei und dieses Jahr im Juli wird sie einige Zeit in Äthiopien verbringen und mit den einheimischen Kindern zur Schule gehen, wohnen, schlafen und essen. Ich begebe mich dann vielleicht im August mit Šimon Pánek nach Afghanistan, um das Bedarfspotenzial dort zu erforschen.

0 In Ruanda zusammen mit der UNICEF vor der Eröffnung der 33 km langen Trinkwasserleitung.

In Zusammenarbeit mit der UNICEF und deren Direktorin Pavla Gomba, wo ich auch schon seit vielen Jahren Vorstandsmitglied bin, haben wir unsere gemeinsamen Projekte in Ruanda besucht. Jetzt wollen wir uns genauer die Möglichkeiten für den Start von Projekten in Sahel oder südlich der Sahara ansehen, wo ganz dringend finanzielle Hilfe gebraucht wird. Wir erweitern so unsere derzeitigen Aktivitäten in Ruanda, Sierra Leone und Bhutan. In diesem Jahr wollen wir die UNICEF mit mindestens 2 Mio. Kronen unterstützen.

 

In Ruanda beteiligt ihr euch an einem ungewöhnlichen Projekt für dortige Farmer. Was hat es damit auf sich?

Ja, in Ruanda haben wir uns in diesem Jahr einem Projekt angeschlossen, das ich in die Kategorie „zu erhaltene soziale Philanthropie“ stecke. Die erste Finanzspritze belief sich auf 1 Mio. Kronen, weitere 1 – 2 Mio. Kronen werden in diesem Jahr noch folgen. Das Projekt heißt „Ikerezi“ und bis 2016 sollte es finanziell selbstständig sein. An diesem Projekt arbeiten wir mit vier weiteren Mitgliedern der Vereinigung Young Presidents’ Organization (YPO) zusammen. Dem Projekt haben wir uns dank der Initiative von Dennis Overton aus Schottland angeschlossen, der uns den Business Plan vorgestellt hat. Derzeit arbeiten wir mit 50 einheimischen Farmern in Ruanda, wo die dortige Regierung beschlossen hat, für dieses Projekt 350 Hektar Land frei zu geben. Wir haben die notwendigen Workshops und Samen organisiert. Wir helfen den Farmern, Pelargonien und weitere Blumen zu züchten, mit denen sie die ganze Welt beliefern werden, einschließlich der Parfümindustrie in Frankreich.

 

Wie viel Menschen soll ein so umfangreiches Fördernetz beschäftigen?

Dank der Kontakte der YPO und in Anbetracht des Reichtums der Böden in Ruanda und der anschließenden Qualität des verarbeiteten Extrakts hoffen wir, dass es uns bald gelingen wird, Vorkaufverträge für die komplette Produktion der kommenden drei bis fünf Jahre zu schließen. Unser Ziel ist es, 300 – 400 Bauern in das Projekt aufzunehmen, die mit uns arbeiten werden und bis 2016 Arbeitsplätze für bis zu 1 500 Menschen schaffen werden. Die Gesamtzahl derjenigen, deren Leben durch das Projekt beeinflusst wird, könnte somit bis 2016 bei 10 000 liegen.

Bis 2016 sollten das Projekt „Ikerezi“ einen positiven Cash flow erreicht haben und imstande sein, das weitere geschäftliche Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren. In sozialen Firmen werden keine Zinsen gebucht und an die wohltätigen Investoren werden keine Dividenden ausgeschüttet. Die Gesellschaften werden, ebenso wie zwecks Gewinnschaffung gegründete Organisationen, von einem erfahrenen Expertenteam geleitet und es werden die selben Instrumente genutzt, die auch klassische Handelsgesellschaften zur Verfügung haben. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass diese für soziale Zwecke genutzt werden. Sobald ein Finanzprojekt selbstständig ist, können die Investoren ihr philanthropisches Kapital in ein anderes soziales Projekt, woanders in der Welt, investieren.

Die Unternehmen werden von einheimischen Experten geleitet, mit denen wir uns alle Vierteljahre zu Informations-Meetings und betriebs- und verwaltungstechnischen Meetings treffen werden, wie bei klassischen Handelsgesellschaften. Dieses Jahr im November wollen meine Frau Markéta und ich eine Woche Ruanda besuchen, um festzustellen, in welcher Phase sich das Projekt aktuell befindet.

 

Welche weiteren Länder und Organisationen unterstützt ihr und welche Form der Hilfe wählt ihr konkret?

Wir arbeiten auch mit der Organisation World Vision India zusammen, die sich darauf spezialisiert hat, Bildung und Grundnahrung für sehr arme Kinder zu gewährleisten. Durch diese Organisation werden wir in diesem Jahr jeden Monat mehr als 100 Kindern ungefähr 300 Kronen senden. Insgesamt steuern wir zu diesem Projekt somit einen Betrag in Höhe von ungefähr 400 000 Kronen bei.

Ähnlich sind wir auch in weitere vier karitative Projekte in Indien involviert. Inbegriffen ist hier das Netz sozialer Firmen, die in Schulen für ein an Nährstoffen ausgewogenes Mittagessen sorgen, oder die verteilten Speisen mit eiweißreichen Lebensmittel ergänzen – bspw. mit Eiern. Diese Organisationen bieten Frauen aus Ländern mit sozial-diskriminierenden Traditionen eine berufliche Ausbildung, Kindern und Frauen grundlegende Literatur und ermöglichen den Zugang zum Internet und zum PC, liefern Solarpanele für Stromgeneratoren, die für den Betrieb der Schulen und ähnlichen Einrichtungen notwendig sind. Insgesamt belaufen sich die geleisteten Mittel auf nur 50.000 Kronen monatlich, das sind 600.000 Kronen jährlich, aber das Maß an Hilfe, die ein solcher Betrag darstellt, ist riesig.

 

In der Tschechischen Republik beteiligt ihr euch auch aktiv am Kampf gegen die Korruption, und zwar mit Transparancy International. Warum habt ihr beschlossen, euch auch in diesem Bereich zu engagieren?

Wir sind der erste Firmensponsor des Klubs Transparency International mit einer Spende von 100.000 Kronen für den Kampf gegen Korruption in der Tschechischen Republik. Und an dieser Front wollen wir noch viel mehr auf die Beine stellen, weil die Tschechische Republik derzeit an 57. – 59. Stelle im Kampf gegen Korruption von insgesamt 180 bewerteten Ländern weltweit steht, während Ruanda und Bhutan zu den Top 50 gehören. Die Länder, die in diesem Bereich am besten dran sind, sind Neuseeland, Norwegen, Finnland, Schweden und Singapur mit mehr als dem Doppelten an Jahreseinnahmen pro Kopf im Vergleich zu uns. Unser Ziel ist es, dass die Tschechische Republik bis 2020 zu den Top 20 gehört. Wir sind überzeugt, dass es uns gelingen wird. Die Tschechische Republik wächst zwischenjährlich kumulativ um mehr als 5 %.